Wärmewellenheizung oder Infrarotheizung: Ein sinnvoller Vergleich

11. August 2025

Infrarotheizung vs. Wärmewellenheizung – Gibt es Unterschiede zwischen beide Heizarten?

Wer sich mit modernen Heizsystemen beschäftigt, stößt schnell auf zwei Begriffe, die scheinbar das Gleiche meinen: Infrarotheizung und Wärmewellenheizung. Doch ist das wirklich so?

  • Was steckt hinter den Begriffen?
  • Wie unterscheiden sich beide Heizarten technisch (oder auch nicht!)?
  • Gibt es Vor- und/oder Nachteile?

Wie funktioniert eine Wärmewellenheizung?

Eine Wärmewellenheizung gibt ihre Wärme nicht primär über die Luft, sondern über elektromagnetische Strahlung direkt an feste Körper im Raum ab – also an Wände, Möbel oder Menschen. Die Luft wird dabei nur indirekt erwärmt, was zu einem gleichmäßigeren Raumklima führt.

Dieser Heiztyp basiert auf dem Prinzip der Wärmestrahlung, sogenannter Infrarotstrahlung im langwelligen Bereich. Deshalb zählen Infrarotheizungen, Strahlungsheizungen und viele Direktheizsysteme technisch gesehen zur Kategorie der Wärmewellenheizungen.

Was sind Wärmewellen?

Wärmewellen sind elektromagnetische Wellen, die Energie transportieren. Genau genommen bestehen sie aus sogenannten Photonen, also Energiepaketen, die auf ihrer Reise durch den Raum selbst keine Temperatur besitzen – sie übertragen Energie auf Oberflächen, die sie absorbieren. Dort entsteht dann die spürbare Wärme.

Diese Form der Wärmeübertragung unterscheidet sich deutlich von klassischen Konvektionsheizungen, die Luft erwärmen und diese im Raum zirkulieren lassen.



Begriffe und Systeme unter dem Dach der Wärmewellenheizung

Im Sprachgebrauch werden unter dem Begriff Wärmewellenheizung mehrere Systeme zusammengefasst. Hier ein Überblick über unterschiedliche Varianten:

1. Heizstrahler

Die Heizstrahler nutzt das physikalische Prinzip der Wärmestrahlung im Bereich der Kurzwellen, um so gezielt Flächen oder Personen zu erwärmen. Dabei unterscheidet man zwischen Hell- und Dunkelstrahlern, diese werden häufig in Industriehallen, Werkstätten, auf Terrassen oder in der Gastronomie eingesetzt. Diese Systeme senden ihre Wärme sehr gezielt und punktuell aus.

2. Infrarotheizung

Da der Großteil der abgestrahlten Wärme im langwelligen Infrarotbereich liegt, nennt man diese Heizungen Infrarotheizungen. Diese Heizpaneele werden überwiegend im Wohnbereich eingesetzt. Sie heizen effizient und lassen sich sehr gut in die Raumgestaltung integrieren – ob als klassische Metallheizung, Bildheizung oder Spiegelheizung im Bad.

3. Elektrodirektheizung

Hier unterscheidet man zwischen der Infrarotdirektheizung und einem Heizlüfter.

Alle Heizsysteme beginnen ohne Vorlaufzeit direkt an zu heizen. Diese Systeme nennt man elektrische Direktheizungen. Sie sind besonders flexibel einsetzbar, da sie keine aufwendige Installation benötigen.

Im Vergleich zur Infrarotheizung unterscheidet sich ein Heizlüfter, der ebenfalls elektrisch betrieben wird darin, dass hier primär die Luft erwärmt wird. Ein Heizlüfter funktioniert nach dem Konvektionsprinzip und gehört daher nicht zu den Wärmewellenheizungen.

4. Teilspeicherheizung

Eine Teilspeicherheizung nennt man auch Hybridheizung. Sie kombiniert Strahlungswärme mit Konvektion. Der Heizkörper enthält einen Speicherkern aus Materialien wie Schamott, Speckstein oder Keramik. Diese speichern die Wärme über eine gewisse Zeit und geben sie im ausgeschalteten Zustand wieder ab. Dabei liegt jeweils der Strahlungsanteil und Konvektionsanteil bei 50%.


Fazit: 

Ein Name, viele Systeme

Der Begriff Wärmewellenheizung ist ein Sammelbegriff, unter dem sich verschiedene Heiztechniken verbergen. Ob Infrarotheizung, Strahlungsmodul, Direktheizung oder Teilspeicherlösung – sie alle nutzen Wärmewellen zur Raumbeheizung.

Um energieeffizient und komfortabel zu heizen ist nicht die Bezeichnung das Entscheidende, sondern die passende Lösung für den individuellen Bedarf.


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